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Strategisches Projektziel

Dieses Projekt richtet den Blick auf die Entwicklung von supra-nationalen Maßnahmen gegen Verbraucherverunsicherung im Lebensmittelbereich. Es liefert einen wichtigen Beitrag zu den Schritten, die im Weißbuch zur Lebensmittelsicherheit, der neuen Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) und dem neuen europäischen Lebensmittelrecht skizziert wurden. Dieses Projekt trägt damit zu den zukünftigen supra-nationalen Aktivitäten bei, die das Verbrauchervertrauen in europäische Lebensmittel wiederherstellen sollen. Zu diesem Zweck werden institutionelle Arrangements im Lebensmittelbereich in den einzelnen Ländern und der Europäischen Union untersucht und somit systematische und historisch gewachsene Unterschiede in den Bedingungen für die Entstehung von Verbrauchervertrauen aufgedeckt. Auf diese Weise ermöglichen die Ergebnisse des Projekts ein tieferes Verständnis für die Konsequenzen von Politikinitiativen der EU.
Für die erfolgreiche Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse soll ein Kontakt zu Entscheidungsträgern aufgebaut werden: zu relevanten Interessengruppen, zu Einrichtungen der Europäischen Kommission (z.B. Generaldirektorat (GD) Gesundheit und Verbraucherschutz, GD Landwirtschaft, GD Unternehmen, GD Forschung), zur Europäischen Lebensmittelbehörde und dem Europäischen Normungsausschuss CEN. |
 Wissenschaftliches Projektziel

Das übergeordnete wissenschaftliche Projektziel ist es, die sozialen und institutionellen Bedingungen zu untersuchen, die zur Entstehung und Erhaltung von Verbrauchervertrauen in Lebensmittel beitragen. Im Rahmen des Projekts werden also jene Faktoren identifiziert und analysiert, die das Vertrauen in das Lebensmittelangebot und in Informationsquellen bestimmen, beispielsweise die Rollen von Marktakteuren, Behörden, Verbraucherschutzorganisationen und den Verbrauchern selbst bei der Entstehung von Vertrauen. |
 Forschungsdesign und Verbreitung von Ergebnissen

Anhand verschiedener Arten von Erhebungsdaten werden vergleichende Länderuntersuchungen durchgeführt:
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Repräsentative Verbraucherbefragungen in sechs europäischen Ländern - Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Italien, Norwegen und Portugal. |
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Institutionenanalysen (Dokumente, Experteninterviews) von Politik- und Marktstrategien, die sowohl die Länder- als auch die europäische Ebene einschließen. Diese Analysen fokussieren dabei auf zwei Lebensmittel:

(a) Rindfleisch - ein krisengeschüttelter und in Veränderung begriffener Sektor und
(b) Tomaten - ein weniger erschütterter Sektor.
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Um vertrauensfördernde Strategien zu identifizieren und anzuwenden, wird ein Dialog insbesondere mit europäischen Verbrauchergruppen und Behördenvertretern initiiert. Diese beiden Gruppen stellen, gemeinsam mit Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Einrichtungen der Europäischen Kommission (DG Gesundheit und Verbraucherschutz, DG Landwirtschaft, DG Unternehmen, DG Forschung), mit der Europäischen Lebensmittelbehörde, dem Europäischen Normungsausschuss CEN, der WHO, FAO und der JECFA und anderen relevanten und möglichen Endnutzern die Zielgruppen der Öffentlichkeitsarbeit des Projekts dar. |
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 Erwarteter Nutzen des Projekts

Das Projekt ergibt eine facettenreiche, interdisziplinäre Analyse der Grundlagen von Verbrauchervertrauen und Misstrauen in die Lebensmittelversorgung des heutigen Europas. Dabei liegt der besondere Augenmerk auf dem Einfluss von verschiedenen institutionellen Arrangements. Das Projekt bietet eine politisch relevante Einschätzung der Bedeutung der Verbraucherorganisationen und der Bürger selbst bei der Vertretung von Verbraucherinteressen im Sinne eines vertrauenswürdigen europäischen Lebensmittelsystems. Außerdem wird eine kritische Analyse von Handlungsstrategien verschiedener Akteure im Lebensmittelbereich bereitgestellt sowohl mit Verbrauchervertrauen, als auch Verbrauchermisstrauen umzugehen. |
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